Auftaktniederlage im Nachbarschaftsduell

DjK Feudenheim II trotz Pleite mit guten Ansätzen

Die Vorzeichen vorm Duell der beiden unmittelbaren Nachbarn waren klar: Während die DjK Feudenheim II als Zwölfter in der Außenseiterrolle war, wollte der ESC Blau-Weiss Mannheim auf Rang fünf liegend weiter an die Tabellenspitze anknüpfen. Der 3:6-Endstand war somit erwartbar – dennoch mussten sich auch die Gastgeber nicht verstecken. „Die Punkte waren eigentlich näher als es aussah“, erklärte Feudenheims Dennis Kanler nach der Partie, der Cheftrainer Silvio de Blasio an der Seitenlinie vertrat. In der Tat gab es immer wieder Zeitpunkte, an denen die DjK-Reserve die Gelegenheit hatte, überraschend zumindest einen Punkt einzufahren – in den entscheidenden Phasen fehlte aber letztlich immer etwas.

Dabei war Feudenheim II von Beginn an gut in der Partie. Marcel Kohler war bereits nach fünf Minuten in Strafraumnähe nur durch ein Foul zu stoppen, Mittelfeldmotor Nils Kaufmann scheiterte mit seinem Freistoß aber an der Mauer. In einer offenen ersten Hälfte kam aber auch Blau-Weiss Mannheim immer wieder zu Chancen – auch durch die Mithilfe der DjK. Nach einer Viertelstunde brachte sich die Hintermannschaft selbst in Bedrängnis, konnte sich bei Keeper Marcel Scheuermann bedanken, der gegen Steffen Stein parierte. In der 20. Spielminute war es dann soweit: Miles Bührer zog sehenswert ab, Scheuermann lenkte die Kugel in letzter Sekunde an die Latte, den Abpraller schob Razvan Calota dann aber ein – 1:0 für den Favoriten. Es sollte noch dicker kommen: Drei Minuten später war Janis Schwirtlichs Spiel dem Schiedsrichter etwas zu körperlich, er entschied auf Elfmeter. Nun zeigte DjK-Torhüter Scheuermann dann abermals seine Qualität und entschärfte den Flachschuss Steins.

Nach der Pause bot sich ein ähnliches Bild wie im ersten Durchgang: Feudenheim hatte offenbar aus den Fehler im jüngsten Test gelernt, kam konzentriert aus der Kabine und mit dem eingewechselten Tobias Möller auch zum Abschluss. Der Ausgleich schien zum greifen nah, doch Blau-Weiss kombinierte sich so sehenswert wie einfach vor Scheuermanns Gehäuse und netzte ein. Ein langer Ball auf den aktiven Marcel Kampa, ein Querpass in den Strafraum auf Stein – 2:0 für den ESC. Feudenheim musste sich fangen, erneut schlichen sich Unkonzentriertheiten ein, erneut wurden sie von den Gästen nicht ausgenutzt. Die DjK II blieb also im Spiel und schnupperte wieder an einem Punktgewinn: Ein Handelfmeter in der 69. Minute verwandelte Simon Engelhardt frech in die Tormitte, der 1:2-Anschlusstreffer. Es begann ein Wechselbad der Gefühle: Zwei Minuten später bestrafte Kampa den abermals zu gefährlichen Spielaufbau mit dem 1:3, in der 79. Minute Traf dann Henrik Haas für Feudenheim nach einem Schuss vom kurz zuvor eingewechselten Rexhinaldo Meraja zum 2:3-Anschluss.

Eine Hoffnung kam auf, die sehr lange erhalten blieb – in den Schlussminuten dann aber schnell zerstört wurde. Es schien als würden Feudenheim II die Kräfte verlassen: Binnen vier Minuten stellten Mihail Radu, Bührer und Kampa auf 6:2 für Blau-Weiss Mannheim, das 3:6 durch Haas war nun nur noch Ergebniskorrektur. Dennoch stellte Kanler nach der Partie fest: „Das war definitiv kein Sechs-Gegentore-Spiel.“ Sein Team rutscht durch die Niederlage auf Platz 13, die blau-weißen Nachbarn klettern dagegen durch die Patzer der Konkurrenz auf Rang drei – und werden am nächsten Spieltag ausnahmsweise sogar den Feudenheimern die Daumen drücken. Die spielen nämlich gegen dn Viertplatzierten SV Sandhofen. „Das wird ein ähnliches Spiel“, so Kanler zur Ausgangslage: „Da werden wir aber noch besser vorbereitet sein.“

DjK Feudenheim II: Scheuermann; Antoni, Vendra (75. Morast), Schwirtlich, Richter; Kaufmann, Schneider, Külzer; Engelhardt (35. Möller), Kohler (43. Haas), Kupper (72. Meraja).

ESC Blau-Weiss Mannheim: Cassarino; Jagiellowicz (61. Radu), Bayer, Balaban, Kampa, Bührer, Eckert, Stein, Calota (45. Hoffmann), Huber, May.

Tore: 0:1 Calota (19.); 0:2 Stein (60.); 1:2 Engelhardt (69. Strafstoß); 1:3 Kampa (71.); 2:3 Haas (79.); 2:4 Radu (89.); 2:5 Bührer (90.+1); 2:6 Kampa (90.+2); 3:6 Haas (90.+3).

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